In letzter Zeit war immer wieder die Rede von Googles interaktiver Brille Project Glass. Auf der Entwickler-Konferenz Google I/O 2012 vergangene Woche präsentierte Google das ambitionierte Projekt dann der Öffentlichkeit. Bei Project Glass werden Informationen auf dem Glas der Brille, direkt vor dem Auge des Nutzers, angezeigt. Dass Google allerdings nicht das einzige Unternehmen ist, das an etwas Derartigem arbeitet, dürfte nicht weiter verwundern.
Auch Apple arbeitet an entsprechenden Technologien. Das zeigt ein im Jahr 2006 beim US-Patent- und Markenamt eingereichter Patentantrag, der jetzt veröffentlicht wurde. Im Patent 11/580774 geht es um eine Art von Display, das wie bei Project Glass als Brille getragen wird und das dem Nutzer ein besseres Seherlebnis ermöglichen soll. Unter dem Titel “Peripheral treatment for head-mounted displays” werden unter anderem Technologien beschrieben, bei denen durch farbliches Absetzen die auf dem Display zu sehenden Bilder besser von der Umwelt abgegrenzt und unterschieden werden können, wodurch man den sogenannten Tunnelblick verhindern will. Die Displays, auf denen die Bilder zu sehen sind, können sowohl in einer Art Brillengestell stecken als auch in einen Helm integriert sein. Damit ergeben sich weitere Möglichkeiten für den Einsatz eines solchen Produkts, beispielsweise für Polizei und Feuerwehr, die während eines Einsatzes ja nicht unbedingt die Zeit haben, mühsam ihr Smartphone herauszukramen.
Ob Apple nun tatsächlich an einem Konkurrenz-Produkt zu Googles Project Glass arbeitet, das bereits im kommenden Jahr als eine Art Beta-Version auf den Markt kommen soll, ist indes noch ungewiss. Denkbar wäre es durchaus, dass man in Cupertino der Konkurrenz aus Mountain View das Feld nicht alleine überlassen will. Allerdings ist es auch durchaus möglich, dass Apple lieber noch hinter verschlossenen Türen forscht und experimentiert, bevor ein derartiges Projekt an die Öffentlichkeit getragen wird.
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