Eine Studie der US-Firma Arieso hat ergeben, dass der Datenverbrauch von Nutzern des iPhone 4S rund doppelt so hoch ist wie der beim iPhone 4. Auch bei Nutzern anderer Smartphones ist das verbrauchte Datenvolumen zwar angestiegen, allerdings weniger drastisch.
Als Grund für den extrem gestiegenen Datenverbrauch wird die Sprachsteuerung Siri vermutet. Das klingt durchaus nachvollziehbar, denn immerhin sendet Siri bei jeder Anfrage Daten an die Apple Server. Allerdings gibt es eine Analyse von Arstechnica die belegt, dass das so verbrauchte Datenvolumen relativ gering ist. Selbst wer Siri zehn bis fünfzehn Mal pro Tag bemüht, kommt dadurch auf einen Datenverbrauch von etwas über 20 MB im Monat.
Siri kann also nicht der alleinige Grund für das stark erhöhte Datenvolumen sein. Eine weitere Möglichkeit wären Cloud-Dienste wie beispielsweise iCloud oder auch iTunes Match, über die für Synchronisation oder das Streamen von Musikstücken auch etwas größere Datenmengen gesendet werden. Doch diese Dienste stehen nicht nur Nutzern des iPhone 4S zur Verfügung, sondern allen Nutzern eines Geräts mit iOS 5.
Auch hier kann der Grund für das große Datenaufkommen nicht ausschließlich liegen. Die Kollegen von giga.de vermuten, dass die Art und wohl auch die Häufigkeit der Nutzung im Laufe der Zeit einfach zunimmt und der gestiegene Datenverbrauch in erster Linie darauf zurückzuführen ist.
Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Siri, Cloud-Diensten und veränderter Nutzung, die letztlich zu dem hohen Datenvolumen führt. Auch die Tatsache, dass die Netzabdeckung immer besser und die Datenverbindung immer schneller wird, dürfte sich darin niederschlagen.
Auch beim iPhone 4 war es schon so, dass das verbrauchte Datenvolumen der Nutzer im Vergleich zum iPhone 3GS geradezu explosionsartig angestiegen ist. Damals konnte eine Steigerung des Datenverbrauchs um das Dreifache verzeichnet werden.
Ähnliche Artikel
Tags: 4s, Datennutzung, Datenverbrauch, ios5, iPhone
